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Brauereigeschichte

 360 Jahre Lammbrauerei Weilheim

Das Bierbrauen hat in Weilheim eine lange Tradition, so wurde 1648, nach Beendigung des Dreißigjährigen Krieges, im damaligen Gasthaus „zum Lamm“ mit dem Bierbrauen begonnen. Das Lamm, zu dieser Zeit das einzige Haus an der Strasse in Richtung Tuttlingen, war eine Schildwirtschaft und hatte somit die Erlaubnis, Gäste mit Speisen zu bewirten und zu beherbergen. Das „Lamm-Bier“ wurde in erster Linie für den eigenen Ausschank gebraut. Dem Gasthaus und Brauereibetrieb war zusätzlich eine Landwirtschaft angegliedert.

Vermutlich ernährte zu dieser Zeit das Wirtshausgeschäft seine Besitzer mehr schlecht als recht, denn im Jahre 1743 wanderte der damalige Biersieder Brandegger mit Frau und 6 Kindern nach Ungarn aus.

Das Lamm wurde danach von der Wirtsfamilie Kupferschmid übernommen. Um 1798 wurde der Lammwirt Jakob Kupferschmid zusätzlich Vogt in Weilheim. Dieses Amt musste er jedoch 1817 abgeben, weil er nicht gleichzeitig Ortsvorstand und Wirt sein durfte. Bis ins Jahr 1881 wurde Gasthaus und Brauerei von der Familie Kupferschmid bewirtschaftet.

Martin Storz, der Sohn des Rietheimer Bürgermeisters Johann Martin Storz, erlernte in der Sonnenbrauerei Tuttlingen den Beruf des Bierbrauers und arbeitete danach an verschiedenen Plätzen als Biersieder. Mit 27 Jahren erwarb er dann 1881 das Gasthaus Lamm mit Brauerei und Landwirtschaft und heiratete 1890 die Weilheimerin Maria Amalie Rack. Unter Martin Storz wurde das Lamm-Bier bereits an einzelne Gasthäuser geliefert, wie z.B. an die „Sonne“ in Rietheim.

Einer der Söhne, Hans Storz, geboren 1892, erlernte ebenfalls die Bierbrauerei im väterlichen Betrieb und arbeitete daneben in Wirtschaft und Landwirtschaft.

Das Lamm war schon damals eine wichtige Institution im kleinen Dorf Weilheim. So wurde 1923 im Lamm mit Unterstützung der Gemeinde eine Telegraphenhilfstelle eingerichtet. Mittlerweile wurde das Lamm-Bier auch in Bügel-Flaschen abgefüllt, Inhalt seinerzeit 0,7 und 1,0 Liter.

1930 wurde die Lammbrauerei von der Gemeinde als Steuerschuldner erklärt – die Biersteuer wurde erstmals erhoben und betrug 2,10 Reichsmark pro Hektoliter.

1935 erfolgte die Einrichtung einer Posthilfstelle im Lamm.

Horst Storz, ältester Sohn von Hans Storz, erlernte wiederum in mehrjährigem Auslandsaufenthalt das Brauereihandwerk und übernahm 1957 die Lammbrauerei als selbstständigen Betrieb. 1961 wurde mit dem Bau der Abfüllerei und umfangreichen Gär- und Lagerkellern beim alten Eiskeller am Standort Schillerstrasse begonnen.

1963 schlossen die Gemeinde Weilheim und die Lammbrauerei einen Vertrag zur Lieferung von Trinkwasser aus dem Quellbrunnen der Brauerei. Dieses wurde zum Selbstkostenpreis in das Wasserleitungssystem eingespeist.

1970 wurde der Brauerei ein Getränkegroßhandel angegliedert, so daß zusätzlich Fremdbiere, Weine und alkoholfreie Getränke wie Mineralwasser, Limonaden und Säfte erhältlich sind.

1976 wurde mit dem Neubau des Sudhauses mit integriertem Lagerkeller in der Schillerstrasse begonnen, das 1977 mit einer 128 hl fassenden Sudpfanne in Betrieb genommen werden konnte. Das alte Sudhaus aus dem Jahre 1648 hatte ausgedient und musste einige Jahre später dem neuen Gästehaus vom „Brauereigasthof Hotel zum Lamm“ weichen.

Die Lammbrauerei Weilheim wird heute von Horst und Renate Storz sowie Sohn Hans geführt. Als kleinste und älteste Brauerei im Kreis Tuttlingen werden Kunden im Umkreis von 50 km beliefert.

 

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